Biographie

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“Elisabeth Cutler schreibt
Songs, die einen intelligenten, nach innen gerichteten, verstohlenen Blick wie durch ein mehrfarbiges musikalisches Prisma anbieten…eine fähige Gitarristin und Arrangeurin.“
Guitar Player Magazine

Für Singer-Songwriterin Elisabeth Cutler sind ihre Songs so intim wie Tagebucheinträge. In den Emotionen ihrer Welt aber können wir uns alle wiedererkennen: Herzschmerz und Leidenschaft, Verheißungen und Ängste, hoffnungsvolle Anfänge und schmerzhafte Verluste. Mit schonungsloser Offenheit und intensiven sprachlichen Bildern erkunden ihre Songs die Ufer von Folk, Jazz und Rock. Musik und Worte gehen dabei einen poetischen Dialog ein, suchen nach einer neuen Sprache, um über diese vertrauten Emotionen zu sprechen.

Unabhängig zu bleiben war immer schon Teil von Cutler’s Lebensphilosophie. Mitte der 80er trifft sie eine wegweisende Entscheidung und beginnt eine Lehre der Instrumentenreparatur. Damit kommt sie nicht nur der Gitarre als Klangkörper näher als jemals zuvor. Sie kann sich dadurch auch auf das Wesentliche konzentrieren: Einprägsame, zeitlose Songs. Oder, wie sie es selbst auf den Punkt bringt: „Ein guter Song wird zu einem Teil deiner künstlerischen Identität.“

Cutler war schon immer eine Außenseiterin. Als das jüngste von fünf Kindern ist sie die letzte, die das Haus verlässt. Die Gitarre wird zu einem Freund und ständigen Begleiter und sie zieht den privaten Dialog mit ihm lange der Bühne vor. Ihre ersten Kompositionen sind passenderweise Instrumentalstücke, in denen sie selbst als Künstlerin noch hinter der Musik zurücktritt. Die kanadische Legende Joni Mitchell wird zu einer frühen Inspiration – eine Künstlerin, die immer ihren eigenen Weg gegangen ist, stets bereit, gegen Konventionen zu verstoßen und die Dinge anders zu machen.

Der Prozess des Songwritings ist für Cutler stets aufregend und schmerzhaft zugleich. Ihre Liebe für das Handwerk beginnt, als ihr Freund ihr mit 14 „Blackbird“ von den Beatles beibringt und ihr Joni Mitchells „Songs to a Seagull“ vorspielt. Zu diesem Zeitpunkt spielt sie ihr Instrument bereits seit einigen Jahren und studiert an der Berkelee Universität Jazz-Gitarre. Der Platz im Rampenlicht interessiert sie aber nicht, sogar dann nicht, als sie in den Cafés ihrer zeitweiligen Heimat Seattle auftritt. Von Anfang an gilt ihre Leidenschaft dem Komponieren. Und so übersetzt sie ihre ganze innere Welt der Gefühle und Gedanken in Musik.

Sie lernt von den Besten, studiert und verinnerlicht die Songs von Mitchell, den Beatles und den Greatful Dead, belegt eine Meisterklasse bei dem legendären Ralph Towner. Um aber weiter zu wachsen, muss sie die Sicherheit ihrer Wohnung hinter sich lassen. Und so packt sie ihre Koffer und zieht nach Nashville, in die Hauptstadt von Country, Folk und Western. Dort lernt sie die Kniffe des Songwritings, arbeitet mit etablierten Künstlern zusammen und wird zu einer ausgereiften Künstlerin. In Nashville erkennt sie, was einen guten Song ausmacht: Zunächst einmal die Bereitschaft, das eigene Leben vor der ganzen Welt aus zu breiten. Und dann der Wille, Tage, Wochen oder sogar Monate damit zu verbringen, die Musik auf Hochglanz zu polieren.

In Nashville wächst sie auch als Gitarristin. Ihr Spiel wird grooviger und zugleich komplexer, enthält plötzlich Banjo-ähnliche Rhythmen, vertrackte harmonische Wendungen und „seltsam geformte Akkorde“. Im Laufe von sechs Alben und unzähligen Auftritten finden elektrische Gitarren und Effektpedale den Weg in ihre Musik. Sie erweitert ihre Sammlung, spielt nun auf einem Ken-Parker-Prototyp sowie einer original 1973er Gibson 340, die für ihren warmen, dicken, jazzigen Ton bekannt ist. Alles fügt sich nahtlos zu einem Universum aus Harmonie, aus psychedelischem Folk mit einer unstillbaren Neugier für Klang.

Jeder Song wirkt wie das Kapitel eines einzigen großen Buchs. 1993 nimmt sie mit einer Band und dem inzwischen verstorbenen Johnny Pierce ihr Debüt-Album auf. Pierce bleibt auch für den Nachfolger „Bury the Ghost“ (1996) mit an Bord, der ihrem Folk-Rock-Sound treu bliebt, aber selbstbewusstere und packendere Songs im Gepäck hat. Ihr viertes Album „Hurricane of Change“ wiederum ist geprägt von einer schmerzhaften Scheidung sowie ihrem Umzug nach Europa. Das Werk etabliert sie textlich als tiefsinnige Poetin. Die nachfolgenden Veröffentlichungen „Slow Release“ (2009) und Polishing Stones (2015) wirken im direkten Vergleich wärmer, strecken die Fühler in Richtung Soul und Jazz aus.

„Smart geschliffener Akustik-Pop….ihre eigene Sichtweise…..bewährt klingende Akustik Instrumentierung….experimentierend mit den Formen aber nicht haftend an den Formeln… Kraftvoll.“
Michael McCall – The Nashville Scene

Nach einem Leben voller Reisen und Umzüge hat sie heute in einem idyllischen Ort bei Rom ein neues kreatives Zuhause gefunden. Hier entstanden im Laufe von zwei Jahren die Stücke ihres siebten Albums „Silence is Rising“. Nach außen hin ist das Album voller feiner Details und Jazz-Referenzen, angetrieben von Funk-angehauchten Rhythmen und verträumter Elektronik. Unter der Oberfläche setzt sich Cutler offen mit ihrer eigenen Sterblichkeit auseinander, mit Tragödien, kleinen Wundern und der Einsamkeit, welche sich aus ihrer kreativen Unabhängigkeit ergeben.

Die Themen ihrer Songs haben sich nie wirklich geändert. Wie Frida Kahlo malt sie immer wieder Selbstportraits, aus dem einfachen Grund, dass sie sich selbst am besten kennt. Jedes dieser Portraits aber ist anders, jedes bringt sie einen Schritt näher, die Rätsel ihrer eigenen kleinen Welt zu lösen. Keines aber wäre vollständig ohne Sie, das Publikum. Also machen Sie es sich bequem, schenken Sie sich ein Glas Wein ein – und hören Sie einfach nur zu.

Discographie:

  • Silence is Rising (2019 TASAL)
  • Polishing Stones (2015 Beste! Unterhaltung) producer Filippo De Laura
  • Slow Release (2009 Tre Lune Records/EGEA), producer Filippo De Laura
  • Hurricane of Change (2002 Inbetweens Records), producer George Marinelli, Jr.
  • Tower of Silence (2000 Pandora Records), producer George Marinelli, Jr.
  • Bury the Ghost (1996 Rain Records), producer Johnny Pierce
  • Elisabeth Cutler (1993), producer Johnny Pierce

Elisabeth Cutler ist Endorser von Parker Guitar Company, Fishman Transducers, und D’Addario Strings.

Links zu Elisabeth’s MuSic:

website: www.elisabethcutler.com
youtube channel: www.youtube.com/user/elicut1/videos?flow=grid&view=0
facebook: www.facebook.com/ElisabethCutler.Music
DuO partner: www.matshedberg.net
Artistic producer: www.filippodelaura.com
LabeL: http://besteunterhaltung.biz/kuenstler/elisabeth-cutler/

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